i mecht mit dia duathi wod sunn daham is
(Ich möcht´mit dir dort hin, wo die sonne zuhause ist)
damits uns unser kötn aussabrennt
(damit´s uns unsre kält´n ausabrennt)
duat wo da himme wia a schwara sand is
(dort wo der himmel wie a schwerer sand is)
soll mia passiern wos i versamen kennt
(soll mir passieren was i versäumen könnt´)

i zöh auf deina haut die wossatropfn
(i zähl´ auf deiner haut die wassertropfen)
du schenkst ma dann dafia a lachen ei
(du schenkst ma dann dafür a lachen ein)
wia kenntn mitanand ins leben hupfen
(wir könnten miteinander ins leben hupfen)
und endlich amoi selbstverständlich sein
(und endlich einmal selbstverständlich sein)

da einsamkeit mecht i ind goschn tretn
(der einsamkeit möcht ich in die goschn = mund treten)
dass endlich amoi gspiat wos wehtuan kaun
(damit´s endlich einmal g´spürt was wehtun kann)
und nebensächlichkeiten, nebensächlichkeiten mecht i redn
(und nebensächlichkeiten, nebensächlichkeiten möcht´ich reden)
du heast ma zu, ois ob sie wichtig warn
(du hörst mir zu, als ob sie wichtig wären)

i mecht mit dia auf weißen stränden taunzn
(ich möcht´ mit dir auf weißen stränden tanzen)
und huachen wia des bluat in dia pulsiat
(und horchen wie das blut in dir pulsiert)
und lauter klane schwoaze rosn mecht i pflanzn
(und lauter kleine schwarze rosen möcht´s i pflanz´n)
ane fia jeden Tog an dem di gfriat
(eine für jeden Tag an dem dich friert)

i möchta sonnenuntergänge schenken
(ich möcht´dir sonnenuntergänge schenken)
so rot dassda die augen übergehn


(so rot, dass dir die augen übergeh´n)


und daunn mit dia in ana nocht vasinken
(und dann mit dir in einer nacht versinken)
in der ma olles gspian und nix vastehn
 (in der wir alles spür´n und nichts versteh´n)